Welt im Fokus | 12.03.2010 | 19:30
Westerwelle in der Kritik
Hat Guido Westerwelle seine Südamerika-Reise dazu genutzt, für seinen Lebenspartner und die Firma seines Bruders Geschäftskontakte anzubahnen? Seine politischen Gegner in Deutschland werfen dem FDP-Chef solche Vetternwirtschaft vor. Und am Ende wird diese Diskussion in Erinnerung bleiben und nicht die Lateinamerikastrategie der deutschen Regierung, meint Mirjam Gehrke in ihrem Kommentar.
Skandal um veruntreute SpendengelderSo etwas hatte es noch nicht gegeben: mit einem riesigen Benefiz-Konzert sammelten internationale Popstars 1985 Spenden, um den hungernden Menschen am Horn von Afrika zu helfen. Der irische Rock-Musiker Bob Geldof hatte das Live-AID-Konzert damals organisiert, das bis dahin größte Hilfskonzert aller Zeiten. Mehr als 100 Millionen Euro kamen bei dem Mega-Event zusammen. - Und jetzt der ungeheuerliche Vorwurf: große Teile dieser Hilfsgelder sollen äthiopische Rebellen damals für Waffenkäufe benutzt haben. Das behauptet unter anderem ein ehemaliger Rebellen-Kommandant, der die äthiopische Regierung damit reichlich in Bedrängnis bringt.
Kampf für den Bengalischen Tiger
Während in Doha bis zum kommenden Donnerstag auf der Internationalen Artenschutzkonferenz über Möglichkeiten diskutiert wird, das weltweite Artensterben aufzuhalten, wird die Situation für den Bengalischen Tiger in Indien immer prekärer. Noch leben etwa 1.400 Tiger in freier Wildbahn in Indien. Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren es noch 40.000. Wenn der bengalische Tiger verschwindet, ist die gesamte Art bedroht, denn außer in Indien leben in keinem anderen Land mehr Tiger in Freiheit. Doch Wilderei, das immense Bevölkerungswachtums und der Hunger der Inder nach Energie- und Land verdrängen immer mehr der Großkatzen aus ihrem Lebensraum.
Redaktion: Thomas Kohlmann
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